Eine neue visuelle Bibliothek für eine erfolgreiche Planung von Plusenergiegebäuden

Screenshot aus dem 2CAP-Energieatlas. Credit: Cultural-E-Projekt

Forscher der RMIT University, Eurac Research und der University Ca’ Foscari Venezia haben eine innovative GIS-Karte der besonderen Art herausgebracht: den Europäischen Klima- und Kulturatlas für Plusenergie-Gebäudeplanung – den 2CAP-Energy Atlas.

Der Atlas wurde im Rahmen des Cultural-E-Projekts entwickelt, das vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union gefördert wird.

Die Forschung konzentriert sich auf Plus-Energie-Gebäude (PEBs), die dank erneuerbarer Energiequellen einen Energieüberschuss produzieren, und soll zeigen, wie Kultur und Klima die Art und Intensität von Energiepraktiken beeinflussen können.

Jetzt bittet das Projektteam um Feedback von der PEB-Community zur Beta-Version des Atlas.

Die neue Plattform, die Fachwissen aus den Sozialwissenschaften und der Gebäudetechnik kombiniert, soll Erkenntnisse liefern, die Baufachleuten helfen, ein erfolgreicheres PEB-Design zu erreichen.

Durch die Kombination von Wissen aus Fallstudien, einschlägiger Baupolitik und echten Designererfahrungen hat das Team eine interaktive, mehrschichtige GIS-Karte von Europa erstellt, um Baufachleute bei der Verwendung echter Daten von bewohnten Gebäuden und den Demo-Sites von Cultural-E zu unterstützen.

Um den Atlas zu entwickeln, haben die Forscher auch PEB-Gebäudeplaner in vier verschiedenen Klimazonen der Europäischen Union befragt.

“Durch diese Diskussionen haben wir wertvolle Erfahrungen und Einblicke in die PEB-Praktiken gesammelt und einige der Herausforderungen für ein erfolgreiches PEB-Design identifiziert”, sagte RMIT Europe-Forscher Iv谩n Luque Segura.

“Interessanterweise zeigten die Designer auch, wie sich kulturelle Gewohnheiten wie Duschen, Waschen oder Kochen, sozioökonomische Faktoren und unterschiedliche Klimata auf die Energiebilanz eines Gebäudes auswirken können.”

Der Atlas kombiniert dieses Wissen aus erster Hand mit wissenschaftlichen Daten durch analytische Karten, Datenschichten und interaktive Grafiken, die es dem Benutzer ermöglichen, verschiedene Inhalte und Parameter wie Klimamuster und kulturelle Verhaltensweisen zu vergleichen und zu vergleichen.

“Man könnte in den milderen Teilen Europas einen geringeren Energiebedarf für die Haushaltskühlung erwarten, aber in dieser Hinsicht können wir anhand der Karten sehen, dass es tatsächlich einen Aufwärtstrend gibt”, sagte Luque Segura.

„Dies könnte eine Reflexion darüber sein, was die Menschen in Nord- oder Mitteleuropa als angenehmes Raumklima empfinden – seine Erkenntnisse können Änderungen im Gebäudedesign beeinflussen, um beispielsweise Überhitzung und damit die Notwendigkeit von Energieverschwendung zu vermeiden.“

Das kostenlos (unter Registrierung) verfügbare Online-Tool wird voraussichtlich bis 2030 eine Markteinführung und Auswirkungen auf die zukünftige Gebäudeplanung haben.

“Wir hoffen, dass der Atlas ein nützlicher Leitfaden für die PEB-Gemeinschaft wird, indem er Ressourcen bereitstellt, die es Designern ermöglichen, die Vielfalt von Haushalten und Praktiken zu integrieren, um unterschiedliche Bedingungen entsprechend spezifischer Profile zu entwickeln”, sagte Professor Ralph Horne vom College of Design der RMIT University und Sozialer Kontext.

Die PEB-Community ist eingeladen, die Atlas-Website zu besuchen, um das Tool aus erster Hand zu erleben und dem Cultural-E-Forschungsteam wertvolles Feedback zu geben, um die kontinuierliche Entwicklung der Initiative zu unterstützen.


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