Forschungsergebnisse zeigen, dass Smart Meter wenig Einfluss auf die Energieverbrauchsgewohnheiten der Menschen haben

Bildnachweis: Unsplash/CC0 Public Domain

Als das Smart-Meter-Rollout-Programm vor einem Jahrzehnt gestartet wurde, wurde es als eine Möglichkeit angepriesen, den Verbrauchern zu helfen, ihren Energieverbrauch zu senken, aber neue Untersuchungen haben ergeben, dass Umweltbelange wenig Einfluss auf die Reduzierung des Energieverbrauchs haben.

Intelligente Zähler wurden eingeführt, um es den Kunden zu ermöglichen, ihren Energieverbrauch zu kontrollieren, und es wurde gehofft, dass sie Geld bei Rechnungen sparen und ihre Umweltbelastung verringern würden, indem sie den Energiebedarf senken und ihre Einstellung zum Energieverbrauch ändern würden.

Aber neue Forschungen der Keele University mit Fokusgruppen haben ergeben, dass 10 Jahre nach der Einführung des Programms das Bewusstsein der Menschen für Strategien zur Verbesserung unserer Energieeffizienz immer noch nur begrenzt ist.

Die Ergebnisse zeigten auch, dass Umweltbelange kein wichtiger Faktor bei der Förderung von Energiesparverhalten sind, nicht weil die Teilnehmer sich nicht um die Umwelt kümmern, sondern weil sie der Meinung waren, dass eine Reduzierung ihres Energieverbrauchs nur sehr geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben würde.

Diese Ergebnisse stimmen mit jüngsten Schätzungen überein, die darauf hindeuten, dass die Reduzierung des Energieverbrauchs seit Beginn der Einführung nur etwa 2 % beträgt und weit unter den erhofften bedeutenden Energieeinsparungen liegt.

Die Forscher Professor Zhong Fan, Dr. Sandra Woolley, Dr. Ed de Quincey und David Fredericks von der Keele’s School of Computing and Mathematics erlangten diese Einsichten, indem sie eine Reihe von Fokusgruppeninterviews mit postgraduierten Verbrauchern durchführten und sie fragten, wie sie ihre eigenen wahrnahmen Anstrengungen, ihren Energieverbrauch sowie den ihrer Arbeitgeber zu senken.

Professor Fan sagte, diese Studie trage zur laufenden Debatte über die Wirksamkeit von intelligenten Zählern und Energieanzeigen im Haushalt bei und fügte hinzu, dass sich in den zehn Jahren seit dem Start des Programms anscheinend wenig an der Wahrnehmung und Erfahrung von Energierückkopplungen geändert habe.

Das Projekt wurde vom Smart Energy Network Demonstrator (SEND)-Programm in Zusammenarbeit mit Connexica finanziert. SEND ist eine bahnbrechende Initiative in Keele, die zum ersten Mal in Europa den Campus in ein lebendes Labor für Forschung, Erprobung und Entwicklung intelligenter Energie verwandelt und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industrie finanziert wird Strategie (BEIS).

Professor Fan fügte hinzu: „Dieses Projekt, Teil des SEND-Programms, ist ein erster Schritt, um zu verstehen, wie Menschen intelligente Zähler und Energierückkopplung wahrnehmen.“


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